Enoch hat mich am Sonntag angerufen. In Hui Kau Laam ist ein Konflickt zwischen der älteren und jüngeren Generation ausgebrochen. Der Grund war die zwei Freitage die das Dorf im Monat hat. Die Ältesten des Dorfes wollten die mit einer Geldstrafe belegen die diese Tage nicht einhalten.
Das Problem hat sich verschärft wegen einer Familie die vor einem Jahr Christen wurden und sich taufen liesen. Sie zog in das Nachbardorf wo es eine Babtistengemeinde gibt, kam aber vor ein paar Wochen wieder zurück nach Hui Kau Laam. Die Familie nimmt den Sonntag frei um in den Gottesdienst zu gehen, aber arbeitet an den anderen Tagen.
Glücklicherweise konnte Enoch zwischen den Parteien vermitteln. Das ganze hat eigendlich nicht direkt mit unserem Gemeindebau zu tun. Es kann aber Konsequenzen für unserer Gastrecht im Dorf haben. Wir sind sehr vorsichtig darin die Kultur und Gebräuche zu respektieren, troztdem möchten wir den Menschen die Gelegenheit geben Jesus kennenzulernen. Ein wichtiger Punkt für uns ist es nicht zu schnell eine Gemeindestruktur aufzusetzen und Indikatoren für das Christsein zu fordern. Wir sind vorallem gerufen zu Jüngern zu machen und ihnen alles zu lehren. Mittlerweile zählen wir manchmal über zwanzig Menschen am Sonntag im Gottesdienst. Die meisten sind Kinder. Die Gemeinde hat aber immer noch keinen Namen und offiziel haben wir keine Gemeinde. Das Haus steht aber offen für alle die von Jesus hören wollen oder schon an Ihn glauben. Die Kinder kennen das "Vater unser" in Lahu auswendig und hören das Wort Gottes jede Woche. Sie lieben es anzubeten und Tänze einzustudieren.
In einer engen Gemeinschaft wie Hui Kau Laam ist es wichtig Veränderungen langsam einzuleiten. Das Leben geht hier langsam zu. Vertrauen zu den Bewohnern kommt sehr langsam. Midaa und Enoch haben in diesem Jahr unermüdlich dazu beigetragen vertrauen zu den Bewohneren zu gewinnen.